Stell dir vor: zwei entspannte Wochen Urlaub, der Rasierer bleibt in der Schublade, und am zehnten Tag fällt dein Blick in den Spiegel. Moment mal – ist das etwa ein Schnurrbart? (Kann passieren.) Ob er zufällig entstanden ist, für den Movember wächst oder ob du den neuesten Look vom roten Teppich ausprobieren willst: Die Oberlippe hat gerade ihren größten Auftritt seit Jahrzehnten.
Schwierig wird es erst bei der Frage, wie es weitergeht. Chevron, Hufeisenbart, ungarischer Schnurrbart, Beardstache: Es gibt erstaunlich viele Schnurrbart-Stile, und im Netz sind etliche davon falsch benannt. Manche brauchen nicht mehr als einen Kamm, andere verlangen monatelange Geduld und eine Dose Bartwachs. Wo also anfangen? Genau hier.
Im Folgenden findest du alle Stile, die dir auf der Straße und auf dem Stuhl beim Barbier begegnen. Außerdem erfährst du, wie du einen Schnurrbart findest, der zu deinem Gesicht und deinem Bartwuchs passt, wie lange jeder Stil braucht und wie dein Schnurrbart gepflegt statt zerzaust bleibt.

Schnurrbart-Arten: die vier Familien
Ein Schnurrbart-Stil ist im Grunde nichts anderes als die Länge, die Form und das Finish, die du den Haaren auf deiner Oberlippe gibst. Die meisten Stile lassen sich einer von vier Familien zuordnen. Wenn du weißt, welche dich anspricht, fällt die Wahl leichter – und du kannst beim Barbier besser erklären, was du willst:
- Natürliche Stile wachsen weitgehend so, wie die Natur es vorsieht. Sie werden geschnitten und gekämmt, aber ohne Wachs geformt.
- Schmale Stile lassen nur eine dünne Haarlinie über der Lippe stehen, der Rest wird glatt rasiert.
- Zwirbelbärte (auf Englisch Handlebar) haben längere Enden, die mit Wachs zu Locken, Spitzen oder Schwüngen geformt werden.
- Kombinationen verbinden den Schnurrbart mit Barthaaren – von leichten Stoppeln bis zu Streifen, die bis zum Kinn reichen.
Die Familien zeigen dir auch grob, wie viel Einsatz ein Stil verlangt. Natürliche Stile sind der sanfteste Einstieg, schmale Stile musst du am häufigsten nachschneiden, und Zwirbelbärte brauchen die meiste Länge (und leider auch die meiste Geduld). Kombinationen liegen irgendwo dazwischen, je nachdem, wie viel Bart mit dazukommt.
So findest du den richtigen Schnurrbart-Stil
Der beste Schnurrbart ist der, den dein Bartwuchs hergibt, der zu deinen Gesichtszügen passt und den du in deinem Alltag pflegen kannst. So wägst du alle drei Punkte ab, bevor du dich festlegst.
Fang mit dem an, was tatsächlich wächst
Dein Bartwuchs zählt mehr als jeder Trend. Barbiere empfehlen, erst einmal alles ein paar Wochen wachsen zu lassen, bevor du irgendetwas entscheidest – auch an den Stellen, die du später nicht behalten willst. So siehst du, wo deine Haare am kräftigsten wachsen und wie dicht sie sind, bevor es ans Formen geht.
Wächst der Bart dicht und gleichmäßig über die ganze Oberlippe, stehen dir vollere Looks wie der Chevron oder der Walrossbart offen. Wachsen die Haare in der Mitte kräftig, an den Mundwinkeln aber eher spärlich, wirkt ein kürzerer, akkurater Stil bewusster (und niemand merkt den Unterschied). Und wenn die Enden länger wachsen als die Mitte, hast du ganz natürlich das Zeug zum Zwirbelbart (Glückwunsch).

Gesichtsform: ein Leitfaden, kein Regelwerk
In vielen Bart-Ratgebern werden Schnurrbärte bestimmten Gesichtsformen zugeordnet. Dahinter steckt vor allem die Idee, Proportionen auszugleichen:
- Runde Gesichter profitieren oft von kleineren, klaren Stilen wie dem Bleistiftbart oder dem Pyramiden-Schnurrbart, die etwas mehr Kontur geben.
- Eckige Gesichter vertragen auch markantere Looks wie den Beardstache oder einen Zwirbelbart, die eine kantige Kieferpartie betonen.
- Lange oder schmale Gesichter wirken mit volleren, breiteren Stilen wie dem Chevron oder dem Walrossbart oft ausgewogener, weil diese mehr Breite schaffen.
- Ovale Gesichter haben es leicht: Ihnen steht fast jeder Stil.
Das sind allerdings Orientierungshilfen und keine festen Regeln. Viele Barbiere helfen dir auch herauszufinden, welcher Stil zu deiner Persönlichkeit passt. Unser Tipp: Nimm den Leitfaden als Ausgangspunkt und vertrau dann dem geschulten Blick deines Barbiers.
Sei ehrlich, was die Pflege angeht
Diesen Punkt überspringen viele – und bereuen es später. Ein Chevron kommt ein, zwei Wochen ohne Nachschneiden aus, während ein Bleistiftbart oder ein Dalí-Bart fast täglich Aufmerksamkeit braucht. Zwirbelbärte wollen jeden Morgen gewachst werden (da gibt es keine Schlummertaste). Überleg dir also, wie viel Zeit du an einem verregneten Dienstagmorgen realistischerweise vor dem Spiegel verbringst, und entscheide dich entsprechend.

Natürliche Schnurrbart-Stile
Natürliche Stile sind am einfachsten und wachsen meist auch am schnellsten, weil sie mit deinen Haaren arbeiten statt gegen sie. Wenn du noch nie einen Schnurrbart getragen hast, fang am besten hier an.
Chevron-Schnurrbart
Der Chevron ist der Klassiker schlechthin. Er ist dicht und voll, folgt der Linie der Oberlippe und bildet ein dezentes, umgedrehtes V. Er darf die Oberlippe teilweise bedecken, sollte aber nicht bis in den Mund reichen. Man denke an Tom Selleck, Freddie Mercury oder Henry Cavill. Er braucht sehr wenig Pflege, weshalb Barbiere ihn so gern als ersten Schnurrbart empfehlen. Plane zwei bis drei Monate ein, bis er seine volle Dichte erreicht.
Natürlicher Schnurrbart
Wie der Name schon sagt, ist der natürliche Schnurrbart unkompliziert. Es gibt keine strenge Form und kein extravagantes Volumen, nur ein bisschen Nachschneiden mit Schere und Kamm. Er steht fast jedem und ist der kurze Schnurrbart, bei dem am wenigsten schiefgehen kann.
Lampenschirm-Schnurrbart
Der Lampenschirm-Schnurrbart (auf Englisch Lampshade) verdankt seinen Namen seiner Trapezform. Er bleibt innerhalb der Mundbreite, sitzt unter der Nase und endet kurz über der Lippe. Weil er so ordentlich und schnörkellos wirkt, wird er auch Militär-Schnurrbart genannt. Der Schnurrbart von Miles Teller in Top Gun: Maverick ist das moderne Paradebeispiel, und nach ein bis zwei Monaten ist er ausgewachsen.
Pyramiden-Schnurrbart
Der Pyramiden-Schnurrbart hat eine breite Basis entlang der Lippe und wird zur Nase hin etwas schmaler. Diese gepflegte, elegante Form passt zu den meisten Gesichtsformen und gehört nicht zu den schwierigeren kurzen Stilen.

Pinsel-Schnurrbart
Stell dir vor, ein Maler zieht seinen Pinsel einmal waagerecht unter deiner Nase entlang. Der Pinsel-Schnurrbart (Painter’s Brush) ist so dicht wie ein Chevron, verläuft aber gerade statt schräg nach unten und endet an den Mundwinkeln. Er wirkt selbstbewusst, ohne aufdringlich zu sein, und hat einen gewissen Retro-Charme à la Ron Burgundy.
Walrossbart
Der Walrossbart ist der Große unter den Schnurrbärten. Er ist lang und buschig, wird gerade nach unten gekämmt und bedeckt die Oberlippe, manchmal sogar die Unterlippe. Teddy Roosevelt und Friedrich Nietzsche trugen ihn, und er hat einen kernigen, altmodischen Charakter, der schwer zu übertreffen ist. Der Haken? Er braucht viel Länge, was mehr als sechs Monate dauern kann, und nicht bei jedem wachsen die Haare lang genug (mehr dazu in den FAQ). Praktisch? Nicht ganz. Beeindruckend? Absolut.

Schmale Schnurrbärte und Bleistiftbärte
Schmale Stile füllen nicht den gesamten Raum zwischen Nase und Lippe aus. Manchmal ist das eine bewusste Entscheidung, manchmal wächst der Bart einfach so (ganz ohne Wertung).
Bleistiftbart
Der Bleistiftbart ist eine feine, akkurate Linie direkt über der Oberlippe, darüber wird alles glatt rasiert. Er ist der Klassiker aus dem alten Hollywood, getragen von Clark Gable und Errol Flynn, und kommt zu einem gut geschnittenen Anzug am besten zur Geltung. Weil du nur einen schmalen Streifen brauchst, ist er eine gute Wahl, wenn dein Bart eher licht oder lückenhaft wächst. Am besten wirkt er allerdings bei dunklen Haaren, die für die nötige Kontur sorgen. Schon nach zwei bis vier Wochen kann er fertig sein. Der Preis dafür ist die Pflege: Die klaren Kanten müssen mehrmals pro Woche, wenn nicht täglich, nachgeschnitten werden, damit sie scharf bleiben.

Geteilter Bleistiftbart
Der geteilte Bleistiftbart ist dieselbe schmale Linie mit einem Extra: einer kleinen Lücke über der Oberlippenrinne (der kleinen Vertiefung in der Mitte). Dieses präzise, leicht nostalgische Detail wirkt am besten, wenn die Lücke schmal bleibt.
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Zwirbelbart-Stile
Zwirbelbärte sind die Hingucker. Die Enden des Schnurrbarts sind länger und werden mit Wachs geformt – Gesprächsstoff ist garantiert. Gleichzeitig verlangen sie dir am meisten ab. Betrachte sie also eher als Projekt denn als schnelle Veränderung.
Klassischer Zwirbelbart
Der klassische Zwirbelbart ist in der Mitte dicht, die langen Enden werden mit Wachs zu feinen Spitzen geformt, die bis über die Wangen reichen und sich nach oben biegen – wie ein nach oben gebogener Fahrradlenker, daher auch der englische Name Handlebar. Geduld ist hier das A und O, denn bis die Haare lang genug sind, können mehrere Monate vergehen. Der Profi-Tipp: Halte die Haare unter den Enden an den Mundwinkeln rasiert, damit die Form sauber bleibt. Taika Waititi und Matty Healy haben beide schon kreative Versionen getragen.

Kleiner Zwirbelbart
Der kleine Zwirbelbart ist die kompakte Variante. Er ist insgesamt kürzer, die Enden reichen nicht über die Mundwinkel hinaus, und die Spitzen bilden eher eine Welle als eine volle Locke. Wenn dir der Look gefällt, deine Haare aber nicht lang genug für die große Version werden, ist das deine Lösung – und nach zwei bis drei Monaten ist er fertig.
Englischer Schnurrbart
Der englische Schnurrbart ist der etwas förmlichere Cousin des Zwirbelbarts. Er ist schmal, in der Mitte gescheitelt und bleibt über der Lippe. Die Enden werden mit Wachs waagerecht zu langen, geraden Spitzen geformt statt gezwirbelt. Distinguiert, ein bisschen aristokratisch und ein echtes Statement (Monokel optional).
Ungarischer Schnurrbart
Der ungarische Schnurrbart ist halb Walrossbart, halb Zwirbelbart. Er ist groß und buschig, wächst zunächst wie ein Walrossbart und wird dann zu langen, geschwungenen Enden nach außen gestrichen, die tiefer auf den Wangen sitzen. Man denke an Sheriffs aus dem Wilden Westen (oder an den Monopoly-Mann). Er braucht weniger präzises Styling als ein klassischer Zwirbelbart, dafür aber deutlich mehr Länge – also etwas für echte Überzeugungstäter.
Imperial-Schnurrbart
Der Imperial sieht auf den ersten Blick wie ein Zwirbelbart aus, nimmt aber etwas Haar von den oberen Wangen dazu. So entstehen dickere Enden, die gerade nach oben zeigen. Sie bleiben voll und natürlich, statt zu Spitzen gewachst zu werden. Seinen Namen verdankt er Kaiser Wilhelm II. – hierzulande ist er deshalb auch als Kaiser-Wilhelm-Bart bekannt. Majestätischer kann Gesichtsbehaarung kaum aussehen.
Dalí-Bart
Berühmt gemacht hat ihn der surrealistische Maler Salvador Dalí: Dieser Bleistiftbart hat lange, dünne Enden, die mit Wachs zu scharfen, nach oben zeigenden Spitzen geformt werden. Er braucht monatelanges Wachstum, tägliche Pflege und ein Wachs mit starkem Halt – plus eine gesunde Portion Selbstbewusstsein.
Kombinationen aus Schnurrbart und Bart
Bei Kombinationen kommt etwas Barthaar mit ins Spiel. Sie sind ein gelungener Mittelweg, wenn du rund um den Schnurrbart noch nicht ganz glatt rasiert sein willst, und gehören aktuell zu den gefragtesten Varianten.

Beardstache
Der Beardstache ist ein voller Schnurrbart, kombiniert mit Bartstoppeln – irgendwo zwischen ein paar Tagen und ein paar Wochen Wachstum. Die Stoppeln geben der Kieferpartie Kontur, während der vollere Schnurrbart sich davon abhebt. Henry Cavill ist das Paradebeispiel. Der Beardstache lässt sich mit den meisten oben genannten natürlichen Stilen und Zwirbelbärten kombinieren und gehört damit zu den vielseitigsten Looks überhaupt (außerdem kaschiert er die unschöne Wachstumsphase).
Hufeisenbart
Der Hufeisenbart ist ein voller Schnurrbart, der in zwei senkrechte Haarstreifen übergeht. Diese verlaufen links und rechts vom Mund bis zur Kieferlinie, das Kinn bleibt glatt rasiert. Berühmt gemacht hat ihn Hulk Hogan. Am einfachsten kommst du dahin, wenn du dir zuerst einen Vollbart wachsen lässt und dann alles bis auf den Schnurrbart und die beiden Streifen abrasieren lässt. Rechne mit drei bis sechs Monaten, bis er dicht genug ist.
Oft wird er mit dem Fu-Manchu-Bart verwechselt, dabei sind die beiden verschieden. Der Fu-Manchu-Bart ist ein reiner Schnurrbart mit einer Lücke über der Oberlippenrinne und langen, dünnen Enden, die von den Mundwinkeln herabhängen. Er wächst nur oben an der Oberlippe, die Enden kannst du also vom Gesicht wegheben. Einen Hufeisenbart kannst du nicht anheben, weil er aus Wangenhaar besteht.
Zappa-Bart
Benannt nach dem Musiker Frank Zappa, kombiniert der Zappa-Bart einen vollen Schnurrbart, der etwas über die Mundwinkel hinauswächst, mit einer Fliege (einem kleinen Haarbüschel) unter der Unterlippe. Er ist auffällig und ein bisschen Rock ‘n’ Roll, aber nicht besonders pflegeintensiv.

Ankerbart
Der Ankerbart kombiniert einen spitz zulaufenden Kinnbart, der eine Linie entlang der Kieferpartie zeichnet, mit einem Schnurrbart, der nicht damit verbunden ist. So entsteht (du ahnst es schon) die Form eines Ankers. Brad Pitt und Robert Downey Jr. haben beide schon Versionen davon getragen. Er passt zu allen, die sich ein strukturierteres Finish als beim Beardstache wünschen.
Schnurrbart-Trends 2026
Der Schnurrbart ist zurück – und diesmal weicher, lässiger und kombiniert mit überraschenden Frisuren. Das sind die Varianten, die gerade in den Barbershops auftauchen:
- Der Vokuhila-Schnurrbart. Jacob Elordi hat die Kombination aus Vokuhila (Mullet) und Schnurrbart massentauglich gemacht.
- Der moderne Cowboy. Eine lockerere Version des Beardstache: Der Schnurrbart hat etwas Länge über rauen Bartstoppeln und wirkt kernig, aber nicht ungepflegt. Man denke an Austin Butler oder den gesamten Cast von Yellowstone.
- Der dezente, kaum sichtbare Schnurrbart. Ein leichter, zurückhaltender Look ganz im Stil von Timothée Chalamet oder Pedro Pascal – ideal, wenn dein Bart über der Lippe am kräftigsten wächst und anderswo eher licht ist.
- Das Rechteck. Statt der natürlichen Rundung deines Mundes zu folgen, schneidet dein Barbier die Ecken gerade ab und lässt sie manchmal ein Stück über die Mundwinkel hinausreichen. Donald Glover ist ein Fan.
Was alle Trends verbindet? Weniger Wachs, weniger Zwirbeln und mehr Persönlichkeit. Cowboystiefel bleiben, wie immer, optional.

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Schnurrbart-Stile im Überblick
Du kannst dich nicht entscheiden? Hier ist ein schneller Vergleich der beliebtesten Stile – perfekt zum Screenshotten für den Besuch im Barbershop.
| Stil | Familie | Wachstumszeit | Pflegeaufwand | Ideal für |
|---|---|---|---|---|
| Chevron | Natürlich | 2 bis 3 Monate | Gering | Einsteiger mit dichtem Bartwuchs |
| Lampenschirm | Natürlich | 1 bis 2 Monate | Mittel | Einen ordentlichen, strukturierten Look |
| Walrossbart | Natürlich | 6 Monate oder mehr | Mittel | Kernige Statement-Looks |
| Bleistiftbart | Schmal | 2 bis 4 Wochen | Hoch | Lichten oder lückenhaften Bartwuchs |
| Kleiner Zwirbelbart | Zwirbelbart | 2 bis 3 Monate | Hoch | Zwirbelbart-Fans mit kürzerem Bartwuchs |
| Klassischer Zwirbelbart | Zwirbelbart | Mehrere Monate | Hoch | Geduldige, selbstbewusste Bartträger |
| Beardstache | Kombination | Ein paar Wochen | Gering | Eine definierte Kieferpartie |
| Hufeisenbart | Kombination | 3 bis 6 Monate | Mittel | Markante, kernige Looks |
Wie lange dauert es, einen Schnurrbart wachsen zu lassen?
Die meisten Schnurrbärte brauchen etwa zwei bis drei Monate, bis sie ihre volle Form erreichen. Schmale Stile können schon nach wenigen Wochen fertig sein, die größten Zwirbel- und Walrossbärte brauchen sechs Monate oder länger. Die ersten Wochen sind die unschöne Phase (wir fühlen mit dir), und die größte Versuchung ist, zu früh zu schneiden. Keine Sorge, diese Phase geht vorbei – und mit diesen Tricks von Barbieren wird sie leichter:
- Lass dir zuerst einen Vollbart wachsen. Viele finden es am einfachsten, erst einen Vollbart wachsen zu lassen und ihn dann vom Barbier auf den Schnurrbart zurückschneiden zu lassen, sobald die Haare lang genug sind. So überbrückst du die Zwischenphase elegant.
- Finger weg von der Schere. Lass dir Zeit: Abschneiden kannst du immer noch, wieder ankleben leider nicht.
- Nicht zu früh gerade abschneiden. Das ist einer der häufigsten Fehler, die Barbiere sehen, und er kann einen Schnurrbart dünn oder ungleichmäßig wirken lassen.
- Täglich kämmen. Wenn du ihn jeden Tag bürstest, gewöhnen sich die Haare daran, in die gewünschte Richtung zu fallen.

So bleibt dein Schnurrbart in Form
Am einfachsten bleibt ein Schnurrbart in Form, wenn du ihn regelmäßig professionell schneiden lässt und dazwischen täglich ein wenig pflegst. Kannst du ihn auch selbst zu Hause formen? Kannst du – allerdings bekommst du vielleicht nicht ganz den Look, den du dir vorstellst. Die Haut rund um den Mund ist empfindlich, ein einziger wackliger Schnitt kann dich Wochen zurückwerfen, und beide Seiten im Spiegel symmetrisch hinzubekommen ist schwieriger, als es aussieht.
Deshalb empfehlen Barbiere, die erste Form professionell schneiden zu lassen. Ein Barbier erkennt, wie dein Bart wächst, schneidet den gewünschten Stil und zeigt dir, welche Stellen du in der Wachstumsphase in Ruhe lassen solltest. Wenn du über Treatwell buchst, kannst du Barbiere in deiner Nähe vergleichen, dir ihre Fotos und Bewertungen ansehen und einen Termin wählen, der dir passt.
Was du deinem Barbier sagen solltest
Mit ein paar Fachbegriffen kommst du auf dem Barbierstuhl schon ziemlich weit:
- Nenn den Stil (Chevron, Bleistiftbart, Beardstache). Und bring ein, zwei Fotos von Looks mit, die dir gefallen – und von solchen, die dir nicht gefallen.
- Sprich die Lippenlinie an. Sag, ob die Haare über der Lippe enden, sie berühren oder teilweise bedecken sollen.
- Kläre die Enden. Soll der Schnurrbart an den Mundwinkeln aufhören, darüber hinausreichen oder nach unten verlaufen?
- Frag nach der Oberlippenrinne. Wenn du einen geteilten Stil möchtest, sag es.
- Sei ehrlich beim Pflegeaufwand. Die Form sollte zu der Zeit passen, die du hast.

Typische Schnurrbart-Fehler
Selbst der am besten geplante Schnurrbart kann mal danebengehen. Die üblichen Verdächtigen: nach zwei Wochen einen voll ausgewachsenen Schnurrbart erwarten, zu früh zu viel abschneiden und die Haare über die Lippe bis ins Essen wachsen lassen (spätestens bei der Suppe merkst du das). Auch die Haut darunter wird gern vernachlässigt. Barbiere empfehlen ein Bart- oder Schnurrbartöl, das die Haare weicher macht und trockener Haut sowie Irritationen rund um die Lippen vorbeugt.
Die tägliche Pflege
Hab einen kleinen Kamm dabei, um abstehende Haare zu bändigen, vor allem nach dem Essen. Natürliche Stile brauchen meist nur Kamm und ein wenig Öl oder Balsam, während Zwirbelbärte, englische Schnurrbärte und Dalí-Bärte Wachs brauchen, damit sie in Form bleiben. Alle paar Wochen geht es dann zurück in den Barbershop, damit die Kontur scharf bleibt. Hast du einen Barbier gefunden, dem du vertraust, kannst du ihn über Treatwell ganz einfach wieder buchen. Und schon sitzt dein Look wieder frisch.
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Movember und das Comeback des Schnurrbarts
Jedes Jahr im November sprießen weltweit Schnurrbärte auf Oberlippen – und das aus gutem Grund. Beim Movember lassen sich Menschen einen Monat lang einen Schnurrbart wachsen und sammeln dabei Spenden für Projekte rund um die Männergesundheit.
Die Bewegung begann 2003 mit einer Gruppe von Freunden in Melbourne, die den Schnurrbart für einen guten Zweck wieder cool machen wollten. Wenn du dieses Jahr mitmachst, nimm die Liste oben als deine Movember-Auswahl an Schnurrbart-Stilen – und als perfekte Ausrede, endlich einen Stil auszuprobieren, an den du dich sonst nie herantrauen würdest. Und im schlimmsten Fall? Rasierst du ihn am 1. Dezember einfach wieder ab.

Bereit für deinen neuen Schnurrbart?
Jetzt kannst du einen Chevron von einem ungarischen Schnurrbart unterscheiden und weißt, welche Stile zu deinem Gesicht und deinem Bartwuchs passen. Dein Schnurrbart-Projekt kann also starten. Lass alles ein paar Wochen wachsen, widersteh dem Drang zu schneiden und lass dann einen Profi deine Form schneiden – so bekommst du einen Schnurrbart, der durchdacht und gewollt aussieht.
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FAQs
Welcher Schnurrbart-Stil ist am beliebtesten?
Der Chevron gilt weithin als der beliebteste Schnurrbart-Stil. Er ist voll, klassisch und pflegeleicht und deshalb die erste Wahl für Einsteiger. Am besten wirkt er bei dichtem Bartwuchs.
Schnurrbart, Schnauzbart oder Oberlippenbart: Was ist richtig?
Alle drei Begriffe sind richtig und meinen genau dasselbe. Schnurrbart ist die gängigste Bezeichnung, Schnauzbart und Oberlippenbart werden gleichbedeutend verwendet. Umgangssprachlich sagt man auch Schnauzer, und in der Schweiz heißt er meist einfach Schnauz.
Wie oft sollte man einen Schnurrbart schneiden?
Sobald dein Schnurrbart seine Form hat, empfehlen Barbiere, ihn jede Woche oder alle zwei Wochen leicht nachzuschneiden – vor allem die Haare, die über die Lippenlinie wachsen. Ein professionelles Nachschneiden alle paar Wochen hält die gesamte Form scharf.
Kann man einen Schnurrbart färben?
Ja. Semipermanente Farben, die speziell für Barthaare entwickelt wurden, lassen einen Schnurrbart voller und gleichmäßiger wirken – praktisch, wenn deine Haare hell oder etwas lückenhaft sind. Frag bei der Buchung nach, ob dein Barbier Bartfärben anbietet, und denk an einen Allergietest vorab.
Warum wird mein Schnurrbart nicht länger?
Jedes Haar hat eine maximale Länge, die es erreichen kann – die sogenannte Endlänge. Sie hängt größtenteils von deinen Genen ab. Wenn dein Schnurrbart nicht mehr länger wird, hast du deine wahrscheinlich erreicht. Stile wie der kleine Zwirbelbart oder der Beardstache sind tolle Alternativen zu den längeren Looks.
Steht mir ein Schnurrbart, wenn ich noch nie einen Bart getragen habe?
Mit ziemlicher Sicherheit. Ein kurzer natürlicher Schnurrbart oder ein Chevron ist der einfachste Einstieg, und du kannst die Richtung jederzeit ändern, während er wächst. Dein Barbier hilft dir, die Form zu finden, die zu deinem Bartwuchs passt.
